Maßgeschneiderte chemisch reaktive Oberflächen aus dem 3-Druck
Projekt StrepTag3D
In-situ-Plasmabeschichtung während des 3D-Drucks: Eine am Fraunhofer IST entwickelte Plasmaringquelle erzeugt reaktive Bindungsstellen auf der Polymeroberfläche direkt im Extrusionsprozess.
Im Projekt StrepTag3D werden innovative, 3D‑gedruckte Strukturen für die effiziente Aufreinigung komplexer Biomoleküle entwickelt. Ziel ist es, kostengünstige und robuste Alternativen zu herkömmlichen Agarose‑Chromatographiesäulen zu schaffen, die bislang den Durchsatz begrenzen und hohe Kosten verursachen. Dafür integriert das Fraunhofer IST eine Plasmaquelle direkt in den Extrusionsprozess von FDM‑Druckern. So entstehen während des Drucks reaktive Oberflächen, die gezielt mit Fängermolekülen funktionalisiert werden können – ganz ohne Lösungsmittel. In Kombination mit maßgeschneiderten 3D‑Strukturen und optimierten Aufreinigungsprotokollen eröffnet die Technologie neue Perspektiven für leistungsfähige, nachhaltige und wirtschaftliche Aufreinigungssysteme in biotechnologischen und therapeutischen Anwendungen.
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