Konversion von Abfallstoffen zu hochreinem, klimaneutralem, grünem Biowasserstoff

Verbundvorhaben Pure_Bio_H2

Blick in die geöffnete Laboranlage zur Abtrennung von hochreinem Wasserstoff aus Gasgemischen mit Palladium-Membranen. 
© Fraunhofer IST
Laboranlage zur Abtrennung von hochreinem Wasserstoff aus Gasgemischen mit Palladium-Membranen. 

Herausforderung 

Bis 2030 wird in Deutschland ein Wasserstoffbedarf von 90 – 110 TWh erwartet. Dem gegenüber steht eine heimische grüne Wasserstoffproduktion von voraussichtlich nur bis zu 14 TWh. Diese Lücke droht die Importabhängigkeit zu erhöhen oder einen verstärkten Einsatz fossiler Wasserstoffquellen zu verursachen. Ziel des Projekts Pure_Bio_H2 war es daher, einen skalierbaren und nachhaltigen Pfad zur Erzeugung von hochreinem, klimaneutralem Wasserstoff aus biogenen Reststoffen zu entwickeln und so einen Beitrag zur nationalen Wasserstoffstrategie zu leisten.

Lösung 

Das Konsortium entwickelte eine durchgängige Prozesskette von der Auswahl geeigneter Reststoffe über das thermo‑katalytische Reforming bis hin zur membranbasierten Wasserstoffabtrennung. Am Fraunhofer IST kamen dabei spezielles Know-how in der PVD-Beschichtung von Pd-Ag-Membranen, in der Prozess- und Materialentwicklung sowie eine eigens aufgebaute Einzelrohr-Testkammer zur Charakterisierung unter realitätsnahen Bedingungen zum Einsatz.

Mehrwert 

Im Projekt Pure_Bio_H2 wurde eine durchgängige Prozesskette zur Umwandlung biogener Reststoffe, insbesondere aus der Papierindustrie, in hochreinen, klimaneutralen Wasserstoff entwickelt. Die erarbeitete Testinfrastruktur, Demonstrator-Design sowie die Wirtschaftlichkeitsanalyse belegen die technische Umsetzbarkeit und wirtschaftliche Perspektive dieses Ansatzes. Aufbauend darauf sind weiterführende Membran- und Demonstratorprojekte geplant.

Pressemitteilungen und weitere Informationen zum Projekt

 

Pressemitteilung 10. Oktober 2022

Nachhaltig und klimaneutral: Aus Abfall wird Wasserstoff

Förderhinweis

Logo des Bundesministeriums für ­Forschung, Technologie und Raumfahrt
© BMFTR

 

 

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 03SF0661A gefördert.

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