Projekt BoWear
Werkzeuge und Komponenten in der Umformtechnik, im Maschinenbau, in der Energie- sowie Luft- und Raumfahrttechnik sind häufig Verschleiß, Korrosion und hohen thermischen Belastungen ausgesetzt. Herkömmliche Borierverfahren bieten zwar großes Potenzial zur Lebensdauersteigerung, stoßen jedoch hinsichtlich Prozesskontrolle, Ressourceneffizienz und Anwendbarkeit auf komplexe Bauteilgeometrien an Grenzen.
Im Projekt BoWear werden die Verfahren Gasborieren, Laserborieren und chemisches Borieren für Stähle und Hochleistungswerkstoffe wie Nickel-, Kobalt- und Molybdänlegierungen weiterentwickelt und systematisch verglichen. Das Fraunhofer IST bringt seine Expertise in der Boriertechnologie, Oberflächenanalytik und tribologischen Bewertung ein. Durch die Charakterisierung der erzeugten Boridschichten sowie umfangreiche Untersuchungen zu Härte, Reibung, Verschleiß-, Korrosions- und Hochtemperatureigenschaften werden die Potenziale und Einsatzgrenzen der Verfahren ermittelt.
BoWear schafft die Grundlage für langlebigere und leistungsfähigere Werkzeuge sowie Komponenten in verschleißintensiven Anwendungen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen profitieren von belastbaren Vergleichsdaten zu Leistungsfähigkeit, Kosten und Einsatzmöglichkeiten moderner Boriertechnologien. Die Ergebnisse erleichtern die Auswahl geeigneter Oberflächenlösungen und ebnen den Weg für deren industrielle Anwendung.
Förderkennzeichen: 01IF00450C