Neues Mitglied der Institutsleitung am Fraunhofer IST

Gemeinsame Pressemitteilung der TU Braunschweig und des Fraunhofer IST / 12.11.2018

Fraunhofer und Technische Universität Braunschweig intensivieren ihre Zusammenarbeit: Professor Dr. Christoph Herrmann, Dekan der Fakultät Maschinenbau, folgt dem Ruf der Fraunhofer-Gesellschaft und ist seit dem 1. November 2018 neben Professor Dr. Günter Bräuer Mitglied der Institutsleitung des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST. Gleichzeitig bleibt Herrmann nach wie vor Leiter des TU-Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik IWF. Damit ist das IST nun zweifach mit der Universität vernetzt, denn auch über Professor Bräuer ist das Fraunhofer-Institut schon an das Institut für Oberflächentechnik IOT der TU angebunden.

Institutsleitung des Fraunhofer IST
© Fraunhofer IST, Ulrike Balhorn

Die Institutsleitung des Fraunhofer IST, Prof. Dr. Christoph Herrmann (rechts) und Professor Dr. Günter Bräuer.

Mit im Gepäck hat Herrmann eine ganze Reihe Themen, die die Kompetenzen des IST künftig erweitern und die Expertise im Bereich Oberflächentechnik ergänzen werden. Geplant ist ein neuer Bereich »Produkt- und Produktionssysteme«, in dem es u. a. um cyber-physikalische Systeme und digitale Prozessautomatisierung vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 und um die Modellierung und Simulation von Prozessketten und Produktionssystemen geht. Ein weiterer neuer Schwerpunkt ist ein integriertes Life Cycle Engineering, d. h. die nachhaltige Gestaltung des gesamten Produktlebenszyklus, von der Beschaffung der Rohstoffe über die Produktion und das Produkt bis hin zu Entsorgung und Recycling. Ein konkretes Ziel ist beispielsweise der Aufbau einer Modellfabrik im Fraunhofer IST, in der die Möglichkeiten moderner Fertigungsverfahren und Abläufe mit ausgewählten Prozessen der Oberflächentechnik demonstriert werden sollen.

Mit der TU Braunschweig ist eine enge Zusammenarbeit im Rahmen ihrer neuen Exzellenzcluster geplant. Zum Ausbau der Exzellenz soll unter anderem das Themenfeld »Energiewende in der Luftfahrt« innerhalb der Region Braunschweig gestärkt werden. Zu den strategischen Maßnahmen gehört die gemeinsame Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Zur Person

Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann wurde 1970 in Salzgitter-Bad geboren. Nach seinem Maschinenbau-Studium an der Technischen Universität Braunschweig begann seine nunmehr bereits 20jährige Tätigkeit an der Universität zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Handhabung und Montage (IFH) und dann am Institut für Werkezugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF). Dort wurde er Abteilungsleiter, dann 2005 stellvertretender Institutsleiter und 2012 schließlich Institutsleiter. Daneben war Herrmann von 2005 bis 2008 unter anderem wissenschaftlicher Leiter des KERP Kompetenzzentrums Umwelt & Elektronik in Wien sowie von 2009 bis 2013 wissenschaftlicher Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF). Darüber hinaus leitet Professor Herrmann seit 2009 die deutsch-australische Forschergruppe »Sustainable Production & Life Cycle Engineering« in Zusammenarbeit mit der University of New South Wales, Sydney.

Parallel zu seiner beruflichen Laufbahn promovierte Herrmann im Jahr 2003 und habilitierte 2008 an der TU Braunschweig. 2011 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Ebenfalls in diesem Jahr erhielt er gemeinsam mit Kollegen von Fraunhofer den Deutschen Rohstoffeffizienzpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie BMWi. Seit 2013 ist Herrmann Universitätsprofessor für nachhaltige Produktion und Life Cycle Engineering an der TU Braunschweig. 2017 wurde er zum Dekan der Fakultät für Maschinenbau gewählt. Seit dem 1. November 2018 ist er Mitglied der Institutsleitung des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST.