Mit Blick auf neue Märkte: Das Fraunhofer IST engagiert sich in Taiwan

Presseinformation / 6.6.2018

Am 1. Juni 2018 wurde die seit 2014 bestehende Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST und der Feng Chia University in Taichung durch eine offizielle Kooperationsvereinbarung besiegelt.

Kooperationsvereinbarung Fraunhofer IST und Feng Chia University.
© Fraunhofer IST

Prof. Bing-Jean Lee (links) und Prof. Dr. Günter Bräuer (rechts) unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Fraunhofer IST und der Feng Chia University.

Dr. Ralf Bandorf erhält die Berufungsurkunde für eine Gastprofessur an der Feng Chia University
© Fraunhofer IST

Dr. Ralf Bandorf erhält die Berufungsurkunde für eine Gastprofessur an der Feng Chia University (v.l.n.r.: Prof. Dr. Günter Bräuer, Prof. Bing-Jean Lee, Dr. Ralf Bandorf, Prof. Jin-Huang Huang).

Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen insbesondere auf dem Gebiet der Vakuumverfahren und der Oberflächentechnik künftig stärker voranzutreiben. »Dabei möchten wir vorrangig wissenschaftlich-technologische Entwicklungen in die industrielle Anwendung bringen«, betont der Präsident der Feng Chia Universität, Professor Bing-Jean Lee, »Fraunhofer ist daher für uns der perfekte Partner«. Das bestätigt auch Professor Günter Bräuer, Institutsleiter des Fraunhofer IST in Braunschweig: »Wir erwarten sehr gute Synergieeffekte. Die Philosophie passt zusammen: Wir arbeiten anwendungsnah und kundenorientiert und sehen hier hervorragende Möglichkeiten, gemeinsam den asiatischen Markt zu erschließen.«

In einem ersten Schritt soll dazu ein gemeinsames Zentrum für hochionisierte Plasmen aufgebaut werden. Auf deutscher Seite ist dafür der auf diesem Gebiet international anerkannte Experte und Fraunhofer-Mann Dr. Ralf Bandorf verantwortlich, der schon heute über eine Gastprofessur eng mit der Feng Chia University vernetzt ist. In Taiwan übernimmt diese Funktion Professor Ju-Liang He vom Department of Materials Science and Engineering. Die beiden Wissenschaftler sind sich einig: »Wir ergänzen uns perfekt.« 

Während in Taiwan bisher flexible Substrate wie Folien und Rolle-zu-Rolle-Prozesse im Vordergrund stehen, liegt der Fokus des Fraunhofer IST auf der Technologieentwicklung, und hier insbesondere auf starren Substraten wie technischen Bauteilen vom Maschinenbau bis hin zu Photovoltaik und Architekturglas. Neben den Prozessen sollen auch die Anlagen weiterentwickelt werden. »Wir haben viele Ideen«, verrät Bandorf. »Und wir freuen uns schon auf die gemeinsame Umsetzung«, ergänzt He.