Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert Kooperationsprojekt des Fraunhofer IST

Presseinformation / 1.9.2016

Der »Südniedersächsische Innovationsverbund Faseroptischer Formaldehydsensor«, kurz SNIFF, ist eines von neun Forschungsprojekten, das im Rahmen der neuen EU-Richtlinie »Innovation durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen« unterstützt wird. Die Forscher freuen sich, dass die Arbeiten bereits heute beginnen dürfen.

© Foto Fraunhofer IST, Jan Benz

Mit Kupfer beschichteter, antibakterieller Türgriff.

»Der Wissensaustausch zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Wirtschaft und Gesellschaft ist ein wesentlicher Baustein, um anwendungsorientierte und innovative Forschung in die Praxis zu bringen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können mit diesem Förderinstrument von der Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern profitieren. Zudem werden gesellschaftliche und soziale Fragestellungen sowie Herausforderungen im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen Niedersachsens erforscht und Lösungsvorschläge erarbeitet«, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Bei SNIFF handelt es sich um ein Verbundprojekt. Beteiligt sind das Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK), die Technische Universität Clausthal sowie das Fraunhofer-Heinrich Hertz Instituts HHI in Goslar in Zusammenarbeit mit der MIOPAS GmbH und der FemtoFiberTec GmbH. Das Gesamtvorhaben wird mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert.

Das Ziel von SNIFF ist die Entwicklung eines mobil einsetzbaren Messgeräts zur hochempfindlichen und kontinuierlichen Erfassung des als kanzerogen eingestuften Stoffes Formaldehyd. Im Gegensatz zu herkömmlichen Standardanalysemethoden, bei denen teilweise sehr giftige Quecksilbersalze eingesetzt werden müssen, soll der neuartige Sensor ohne toxische Reagenzien arbeiten. Um dies zu gewährlisten, muss der Sensor jedoch eine deutlich höhere Empfindsamkeit aufweisen. Die Lösung stellt die am Fraunhofer IST entwickelte innovative Plasma-Partikeltechnik dar. Mithilfe eines Plasmajets werden zunächst Nanopartikeln bzw. Nanostrukturen aus Gold erzeugt, die in einem zweiten Schritt auf Lichtleiterfasern abgeschieden werden. Diese Abscheidungen wirken durch den Effekt der sogenannten Plasmonenresonz im Sinne einer Messsignalverstärkung.