Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies besucht das Fraunhofer IST

Einblicke in Spitzenforschung aus Niedersachsen

Presseinformation / 1.8.2016

Zum ersten Mal war das Fraunhofer Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig ein Ziel bei der jährlichen Sommerreise des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies. Im Mittelpunkt seines Besuchs am 29. Juli gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Niedersächsischen Landtags Klaus-Peter Bachmann, den SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Christos Pantazis und Christoph Bratmann sowie dem Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung Braunschweig Matthias Wunderling- Weilbier stand das Thema Plasmaoberflächentechnik in Niedersachsen.

© Foto Fraunhofer IST, Ulrike Balhorn

Institutsleiter Prof. Dr. Günter Bräuer (links) erklärt dem niedersächsischen Wirtschaftsmininster Olaf Lies die am Fraunhofer IST beschichteten Hohlleiterantennen.

Bei einem Rundgang durch das Institut konnten sich die Besucher einen Eindruck über
die enorme Bandbreite der Forschungsaktivitäten des Fraunhofer IST verschaffen – von
der Dünnschichtsensorik für Anwendungen im Bereich Industrie 4.0 über die großflächige
Glasbeschichtung für eine transparente Scheibenheizung oder transparenten
Sonnenschutz bis hin zur elektrochemischen Metallisierung von Leichtbau-Antennen
für die Luft-und Raumfahrt und zur Plasmabehandlung von Kunststoffen für Anwendungen
in der Medizintechnik. Minister Lies zeigte sich beeindruckt: »Das Beispiel des
Fraunhofer IST bestätigt einmal mehr, dass anwendungsnahe Forschungseinrichtungen
ein wichtiger Wirtschafts- und Wettbewerbsfaktor für die Region sind. Nicht nur
Großunternehmen, gerade auch kleine und mittlere Unternehmen können von der
Zusammenarbeit profitieren und einen Zugang zu Innovationen erhalten.« Das Land
Niedersachsen unterstützt hier niedersächsische Firmen zusätzlich mit Zuschüssen und
Darlehen im Rahmen des Innovationsförderprogramms. Eine solche Förderung hat im
März auch die CINOGY GmbH erhalten, die gemeinsam mit dem Fraunhofer IST eine
plasmabasierte Wundauflage entwickelt. »Mit dieser Förderung hat das Land Niedersachsen
ein wichtiges Zeichen gesetzt«, betont der Institutsleiter des IST, Professor Dr.
Günter Bräuer, »denn die sogenannte Plasmamedizin ist ein neues, sehr interdisziplinär
ausgerichtetes Wachstumsfeld der Medizin, dessen Potenzial bei weitem noch nicht
ausgeschöpft ist und das gerade auch in Niedersachsen zu einem Leuchtturm werden
kann.«