Anlagen und Prototypen mit kalten Atmosphärendruckplasmen

Kalte Atmosphärendruckplasmen ermöglichen zahlreiche neue Anwendungen in der Oberflächentechnologie. Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST konstruiert und fertigt Plasmamodule und Einzelanlagen.

Die verwendete Plasmatechnologie beruht auf dem physikalischen Prinzip der Energiezufuhr in Gase, welche zu einer sogenannten Ionisierung führt: Der Aggregatzustand »gasförmig« wird in den energiereicheren »Plasmazustand« überführt. Aufgrund des nicht-thermischen Plasmacharakters (30 – 50 °C) und der individualisierbaren Bauteile zur Plasmagenerierung kann eine große Bandbreite an diversen Substraten effizient und schonend behandelt werden.

Flächensubstrate und Schüttgüter

Durch eine Plasmabehandlung mit dielektrisch behinderter Entladung (dielectric barrier discharge, DBD) unter Atmosphärendruck können je nach Anwendungsgebiet Substratoberflächen jeglicher Materialien modifiziert werden. Hierfür eignen sich organische, anorganische, biologische sowie thermosensible Materialien.

Schüttgut

  • Holzspäne
  • Hackschnitzel
  • Saatgut
  • Kunststoffgranulat usw.

Profiliertes Material

  • Glasfaserverstärkter Kunststoff GFK
  • Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff CFK
  • Kunststoff-, Holz-, Metall- und diverse Glasprofile

Flächenelemente

  • Furniere, Holzwerkstoffe
  • Glas-, Metall- und Kunststoffplatten

Metallfolien, Fasern und Faserverbünde wie Rovings, Gewebe, Gelege und Papier sowie Kunststofffolien lassen sich bei spezifischen Prozessgeschwindigkeiten im Rolle-zu-Rolle-Verfahren plasmabehandeln. Ihre Behandlungsgüter können im Rahmen von Machbarkeitsstudien untersucht werden.