Chancengleichheit und Diversität

Am Fraunhofer IST setzen sich Teams möglichst ausgewogen zusammen. Wir nutzen das kreative Potenzial der Vielfalt – hinsichtlich Geschlecht, verschiedener Altersstufen, Kulturen und Fachrichtungen – und erhöhen dadurch die Qualität unserer Arbeitsergebnisse. Vielfalt verstehen wir als Bereicherung für die Arbeit bei Fraunhofer. Die Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden ist für uns nicht nur selbstverständlich – sie bildet die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit und damit letztendlich für den Erfolg unseres Instituts.

Wichtige Bausteine für die Gleichstellung sind für uns eine starke Stellung von Frauen in der Wissenschaft und attraktive, familiengerechte Arbeitsbedingungen. Mit einer Reihe von Maßnahmen sorgen wir dafür, die Chancengleichheit voranzutreiben und zu stärken.

Gelebte Fairness für alle

Chancengleichheit gilt in der Fraunhofer-Gesellschaft nicht nur auf dem Papier. Die konkrete Umsetzung unserer Ansprüche an eine gleiche und faire Behandlung aller Mitarbeitenden ist in verschiedenen Strukturen innerhalb der Gesellschaft verankert:

  • An allen Fraunhofer-Instituten gibt es lokale Ansprechpartner für Gleichstellungsfragen. Ihre Aufgabe ist es, die Umsetzung der Konzepte zur Chancengleichheit zu überprüfen und für deren Gewährleistung zu sorgen.
  • Vermeidung des Gender-Pay-Gaps: Alle Verträge und Gehaltseinstufungen an unseren Instituten richten sich nach dem TvöD. Der Tarifvertrag gewährleistet eine gleiche und faire Vergütung aller Mitarbeitenden ausgehend von ihrer Erfahrungsstufe und ihrem Einsatzbereich.

Karriereförderung für Frauen

MINT darf keine Männerdomäne sein. Die Wissenschaft auch nicht. Um Frauen in der Wissenschaft und in naturwissenschaftlichen Berufen zu stärken, engagieren wir uns im Förderprogramm »Fraunhofer TALENTA«, das Qualifizierungsangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen in allen Karrierestufen bietet. Am Fraunhofer IST nehmen zurzeit zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen am TALENTA-Programm teil.

Um bei jungen Menschen frühzeitig das Bewusstsein zu stärken, dass naturwissenschaftliche und technische Berufe nicht nur etwas für Männer sind, nehmen wir regelmäßig am Zukunftstag teil und bieten Mädchen und Jungen in einem ausgewogenen Verhältnis die Möglichkeit, einen Tag lang den Forschenden am Fraunhofer IST über die Schulter zu schauen.

Familie und Wissenschaftskarriere sind kein Gegensatz

Kind oder Karriere? Wir setzen uns aktiv dafür ein, dieses Dilemma aufzulösen. Um die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie zu gewährleisten, bieten wir unseren Mitarbeitenden familienfreundliche Arbeitszeiten sowie verschiedene Teilzeit- und Telearbeitsmodellen an, um für ein gutes Gleichgewicht zwischen Karriere, Familie und Freizeit zu sorgen.

Kontingente für Krippen- und Kitaplätze

Durch die Kooperation mit einer Kindertageseinrichtung ganz in der Nähe des Instituts können wir unseren Mitarbeitenden Betreuungsplätze für ihren Nachwuchs anbieten. 

Mobiles-mit-Kind-Büro »MoMiKi«

Manchmal treten bei Eltern Betreuungsengpässe auf, die sie überbrücken müssen, wenn beispielsweise wichtige Termine wahrzunehmen sind oder Arbeit dringend zu erledigen ist. Das Angebot eignet sich auch zur Unterstützung bei der Rückkehr von Eltern aus der Elternzeit an den Arbeitsplatz. Das »MoMiKi« ist ein Rollcontainer mit Wickelfläche, gefüllt mit Materialien, die zur Versorgung und Beschäftigung von kleinen und größeren Kindern geeignet sind, z. B. Stifte, Spielzeug, Windeln, Feuchttücher, Steckdosenabdeckungen. Dieser kann vorrübergehend an den Arbeitsplatz oder in ein Besprechungszimmer mitgenommen werden, um dort bei Bedarf ein Kind zu betreuen.

pme-Familienservice

Fraunhofer bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die pme Familienservice GmbH Beratung und Hilfe in Notfallsituationen an, z. B. bei Ausfall der Kinderbetreuung oder einem Pflegefall in der Familie. 

Planungssicherheit für die Karriere

In einer Lebensphase, in der berufliche Weichenstellungen und Familiengründung zusammenfallen, braucht es ein gewisses Maß an Planungssicherheit. Befristete Arbeitsverträge sind bei Fraunhofer als außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtung beim Karriereeinstieg die Regel. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat jedoch Leitlinien zu einer arbeitnehmerfreundlichen Befristungspolitik formuliert, die wir am Institut konsequent umsetzen. Dazu gehört beispielsweise eine frühzeitige, transparente Entscheidung über Verlängerung oder Entfristung eines Arbeitsvertrags im Rahmen eines Perspektiven-Gespräch spätestens sechs Monate vor dem geplanten Ende des Vertragsverhältnisses.

»Fraunhofer TALENTA«