Oberflächenaktivierung

Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik

Plasmaentladung in synthetischer Luft.
© Fraunhofer IST

Der Einsatz von Atmosphärendruck-Plasmaverfahren für die Reinigung von Oberflächen sowie die Aktivierung von Polymerfolien, Holz und Holzwerkstoffen zur Verbesserung der Benetzbarkeit ist in der Industrie bereits weit verbreitet. Die am Fraunhofer IST vorhandenen und stetig weiter entwickelten Technologien ermöglichen durch eine geeignete Prozessführung die gezielte Einführung funktioneller Gruppen. Dadurch kann die Haftung von Lacken oder Klebstoffen deutlich verbessert werden, da die Oberflächen direkt auf das reaktive Schichtsystem angepasst werden können. Auf Stahl kann eine solche Haftschicht den klassischen Oberflächenmodifikationen überlegen sein.

Durch Beschichtungsprozesse bei Atmosphärendruck können Oberflächenspannungen gezielt eingestellt werden. Auf diese Weise lassen sich hydrophile, hydrophobe und sogar super­hydrophobe Oberflächen realisieren. Atmosphärendruck-Plasmaverfahren ermöglichen auch die Herstellung von Barriereschichten auf flexiblen Substraten, etwa zur Vermeidung der Migration von Weichmachern aus PVC: Mit einer nur 300 nm dicken Schicht kann die Migration um 90 Prozent reduziert werden.

Mit Atmosphärendruck-Plasmaverfahren können neben Kunststofffolien und Glassubstraten können auch Siliziumwafer, Textilien, poröse Substrate und Objekte mit 3-D-Geometrien beschichtet werden.

Publikationen zu Holz- und Holzwerkstoffen